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Um den Kostenrahmen zu respektieren, suchte das Atelier Kempe Thill ein wirtschaftliches System für den Bau des Atelierhauses. Den Ausgangspunkt stellt die ungewöhnliche Idee dar, das Haus wie ein Parkhaus zu bauen: Böden aus massivem, poliertem Beton und ein Tragwerkssystem mit einem Minimum an Stützen, tragenden Fassaden und auskragenden Wänden in den Ecken ermöglichen es, die Struktur auf ein Minimum zu reduzieren und Eckstützen zu vermeiden.
Außerdem haben die Architekten das Atelierhaus der Kunstschule von innen nach außen entworfen, um die innere Logik auf die Außenfassade zu übertragen. Mit dem gläsernen Sockel und den Dachkanten aus Glas erhält es einen speziellen, transparenten Charakter. Die bis zu 5,3 Meter langen und bis zu 2,3 Meter hohen Festverglasungen bilden horizontale Dachbänder.
Insgesamt bietet die Sint Lucas School of the Arts einen Beitrag zur Diskussion über die Zukunft von Kunstschulen. Sie unterstützt kollaborative Arbeitsmethoden, bietet eine flexible Zukunft und regt zu unerwarteten Ausdrucksformen an. Als öffentliches Gebäude mit einer Bibliothek und einem Ausstellungsraum sowie mit halbjährlichen Ausstellungen lädt die Schule viel Publikum ein. Mit ihren beeindruckenden, unerwarteten Räumen und Transparenzen hat die Schule ihre eigene Art gefunden, sich öffentlich zu repräsentieren und zugleich die Interaktion mit der Stadt zu stimulieren.
Übrigens: Auch das KMSKA-Museum in Antwerpen zeigt, wie eine ungewöhnliche Erweiterung im Sinne der Zukunft von Kunst aussehen kann.